
Grünflächen & Urban Gardening
Je weiter Sie laufen umso großzügiger wird auch der freie Raum um Sie herum. Die Häuser weichen den Grünflächen. Sie sind nun auf der Höhe in dem sich die Grünanlagen parkähnlich in Ihrem Quartier öffnet. Sie mögen die Natur, wollen aber nicht jeden Tag zum Trimm-Dich-Pfad pilgern. Stellen Sie sich vor, die Grünflächen im Quartier werden zu Ihrem persönlichen Naherholungsgebiet. Sie sehen eine Familie beim Picknick zwischen Schatten spendenden Feldahornen und Blumeneschen. An einem Grillplatz erkennen Sie den Nachbarsjungen, wie er mit seinen Freunden den sonnigen Tag genießt. Ein leichter Geruch von Gegrilltem liegt in der Luft. Etwas abseits können Sie auf einer dafür vorgesehenen Wiese die Hunde spielen sehen. Hier und da finden Sie Blumenwiesen mit besonderer Aussaat für Bienen und Insekten. Sie finden Nistkästen in den Bäumen und Hecken und Sträuchern bieten Lebensräume für verschiedene Tier- und Vogelarten. Die Grünflächen des Quartiers sind Erlebnis- und Begegnungsstätten, in denen Sie alleine oder gemeinsam Sport treiben, sich entspannen und regenerieren können. Sie haben einmal gelesen, dass eine natürliche Umgebung die physische und psychische Gesundheit unterstützt. Sie nehmen sich vor, am Nachmittag noch einmal hierher zurückzukommen.
Sie laufen am Gemeinschaftsgarten der Mietshäuser entlang. Auch vor Ihrem Haus befindet sich so ein Garten. Sie haben einen grünen Daumen, aber ihr Balkon ist für den Gemüseanbau leider etwas zu klein. Sie nutzen deshalb gerne die zur Verfügung gestellten Flächen im Quartier zum Anbau von Obst und Gemüse. Eigenes Gemüse lokal zu produzieren gibt Ihnen ein gutes Gefühl, denn so vermeiden Sie die Transportkosten. Sie mögen es auch, mit anderen ins Gespräch zu kommen und sich gegenseitig Tipps zum richtigen Umgang mit Schädlingen zu geben. In Ihrer Hausgemeinschaft übernimmt jede*r Verantwortung für das Beet.
Es gibt viele Möglichkeiten, sich am Urban Gardening zu beteiligen. So können beispielsweise Bürger*innen in Gemeinschaftsgärten arbeiten oder selbst Balkonkästen mit Pflanzen bestücken. Auch Schulen und Kindertagesstätten können das Konzept nutzen, um den Schüler*innen die Wichtigkeit von gesunder Ernährung und Umweltschutz näher zu bringen.
Mensch und Natur – Miteinander für mehr Vielfalt!
