23/11/23 Gute Sache: Kleingärtner und -gärtnerinnen werden Foodsharer



Leider kein seltener Anblick: Äpfel, Birnen, Pflaumen oder Quitten in Kleingartenanlagen verrotten, weil die Besitzer/innen keine Zeit für die Ernte haben, es ihnen (vielleicht aus Altersgrünen) zu mühsam ist oder weil sie einfach nicht wissen, was sie mit den großen Mengen an Obst anfangen sollen.
Für Daniel Hirsch, den 1. Vorsitzenden der Kleingarten-Kolonie Pilgramsroth e.V., soll dieser Anblick zumindest in seiner Anlage der Vergangenheit angehören. In diesem Jahr wurden bereits drei Lieferungen Äpfel und Weintrauben an Foodsharing Pilgramsroth 45 geliefert, im nächsten Jahr soll es dank einer besseren Kommunikation unter den Kleingärtnern noch viel mehr werden.
Foodsharing ist in Coburg nichts Neues: Bereits 2018 gründete Sibylle Oettle, die Coburger „Filiale“ von foodsharing.de. Die Idee dahinter: Bevor noch genießbare Lebensmittel – vor allem Backwaren, Obst und Gemüse – im Müll landen, soll jeder die Möglichkeit haben, sich diese Dinge umsonst an den Abholstationen (AWO am Bürglaßschlösschen, Telefonzelle in der Metzgergasse, Pilgramsroth 45) mitzunehmen. Dieses Angebot richtet sich an alle Menschen, unabhängig von ihrem Einkommen. Es geht ausschließlich darum, diese Lebensmittel zu retten.
Inzwischen engagieren sich rund 90 Frauen und Männer als Lebensmittel-Retter bei der Organisation, holen die Waren bei Geschäften und Bäckereien ab. Pro Abholung/Slot sind es rund 10 Kilogramm Lebensmittel, die auf diese Weise nicht im Müll langen. Seit 2018 konnten so rund 61,5 Tonnen Esswaren gerettet werden. Doch nicht alles davon kommt in die Coburger Abholstationen: Deutschlandweit arbeitet foodsharing.de mit der Tafel zusammen, die Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt.
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