09/11/23 Wildkräuter-Workshop

Die Kraft der Natur nutzen
Premiere im Garten der Generationen in der Kennedy-Anlage: Erstmals trafen sich die Teilnehmerinnen der Projektgruppe und Gäste zu einem Workshop. Thema: „Wie nutze ich die Kraft der Heilkräuter?“
Die Referentin ist keine Unbekannte: Karin Engelhardt ist Projektleiterin des Green Deal Coburg 2030 und seit einigen Wochen auch zertifizierte Wildkräuter-Erlebnisführerin. Da in der Natur jahreszeitenbedingt im Moment nicht allzuviele Wildkräuter zu finden sind, gab es zunächst ein bisschen Theorie: So steckt die größte Heilkraft wie Bitter- oder Schleimstoffe im Sommer in der Blüte der Kräuter, im Winter in der Wurzel. Fast alles, was man im Garten, am Feld- oder Waldweg findet, kann zu helfenden Tinkturen, Salben, Hydrolaten (dabei werden die Kräuter destilliert – ähnlich wie beim Schnaps) oder würzigen Kräutersalzen verarbeitet werden: Gänseblümchen können festsitzenden Schleim bei einer Bronchitis lösen, schmecken aber auch im Salat oder in der Kräuterbutter. Auch Vogelmiere, Brennnessel (Samen und Blätter), Spitz- und Breitwegerich lassen sich überall finden und sind vielseitig verwendbar.
Im Praxisteil des Workshops durften die Teilnehmerinnen dann selbst ans Werk: Hagebutten, Apfelessig und Honig wurden zu Oxymel (Sauerhonig). Mit einem extrem hohen Vitamin C-Gehalt (die Hagebutte enthält 1200 mg Vitamin C in 1 g, die Zitrone nur 50 mg in 1 g) ist dieses Oxymel nach vier Wochen Ziehdauer ein echter Immunbooster, der dabei hilft, gesund durch Herbst und Winter zu kommen.
Die Workshop-Teilnehmerinnen waren sich am Ende einig: Im Frühjahr gibt es eine Fortsetzung mit Karin Engelhardt: Dann werden die Wildkräuter in freier Natur gesammelt. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.
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