Naturschutzgebiet für den Arten- und Klimaschutz nutzen
Von "Die Green Deal-Phasenübersicht"
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FFH Gebiet Glender Wiesen
Offizielle Beschreibung:
Großflächiges Feuchtgebiet mit extensiv genutzten, artenreichen Grünlandgesellschaften, feuchte Hochstaudensäumen/-fluren und Röhrichten. (Bundesamt für Naturschutz)
Gebietsbezeichnung: FFH-Gebiet 5731-301 "Naturschutzgebiet, Vogelfreistätte Glender Wiesen" mit Vogelschutzgebiet. Überregionales bedeutendes Wiesenbrütergebiet, Nordbayerns herausragendstes Vogelschutzgebiet.
Fakten zum tatsächlichen Zustand des Gebiets:
Der größte Teil der Glender Wiesen wird Landwirtschaftlich genutzt wobei Biodiversität, Artenschutz, Klimaschutz, Brutzeiten und Gewässerschutz eine untergeordnete Rolle spielen.
Beispiele dafür:
Mitte Mai sind die Wiesen zwischen Glend und dem See auf Golfplatzniveau gemäht. Für Bodenbrüter (Brutzeit von Mitte März bis Ende Juni) gibt es keine Möglichkeit sich Anzusiedeln. Insekten können diese Fläche auch nicht nutzen. Von wegen Rettet die Bienen!
Mitte Juli sind die Wiesen wieder absolut kurz gemäht, die Bodentemperatur beträgt 48,1 Grad (19.07.2022, 15:46 Uhr). Es bietet sich der Anblick einer toten Agrarlandschaft. Die Entwicklung von Insekten ist nicht möglich, in Folge dessen Fehlen sie in der Nahrungskette der Vögel.
Klimaschutz: Die kurz gemähten Wiesen heizen sich zudem stark auf, reflektieren Hitze und belasten dadurch das Klima der angrenzenden Stadt.
Gewässerschutz: Zitat aus der Informationsschrift „Gewässerrandstreifen“ des Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz: „Der wasser- und naturschutzrechtliche Gewässerrandstreifen nach Art.16 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 BayNatSchG ist in einer Breite von mindestens 5 Meter von der Uferlinie zu wahren.“ Die Informationsschrift (2019) wurde infolge der „Rettet die Bienen“ Aktion herausgegeben.
Der Gewässerrandstreifen des Getreideackers am Heiligengrundgraben war in diesem Jahr genau NULL Zentimeter breit.
Leider können in diesem Dokument keine Bilder eingefügt werden, aber sie sind vorhanden!
Zusammenfassung: Naturschutzgebiete sollten anders aussehen – die Geldner Wiesen verdienen diese Bezeichnung eigentlich nicht.
Was aus meiner Sicht geschehen müsste:
· Durchsetzung geltender Verordnungen und Gesetze
· Sofortige Umsetzung des geplanten Beweidungsprojektes auf der gesamten Fläche. Rinder betreiben Naturschutz und sorgen für artenreiche Wiesenflächen. Die Flächen gehen der Landwirtschaft nicht verloren sondern stellen lukrative Einkommensmöglichkeiten dar. Ökobetriebe erzielen in Deutschland ein höheres Einkommen als konventionelle landwirtschaftliche Betriebe.
· Beschattung: Sofortige Bepflanzung der Randgebiete und Bachläufe mit Bäumen, z.B. Weiden. Vergrößerung der „Auwaldstrukturen“ entlang des Sulzbaches. Evtl. könnten Vereine oder Schulprojekte die Maßnahmen unterstützen.
· Beobachtungsmöglichkeiten direkt an den Weideflächen und Gewässern erstellen um einer breiten Schicht der Bevölkerung die Möglichkeit der Naturbeobachtung zu ermöglichen.
· Überdenken des Gewässermanagements für das Gebiet
Mit Sicherheit ist das Jahr 2022 mit all den Horrorbildern des Klimawandels das kühlste und artenreichste Jahr der nächsten Jahrzehnt. Es wird Zeit was zu tun.
