Klimaschutz ist auch Artenschutz
Von "Die Green Deal-Phasenübersicht"
Zum Projekt

Welche Verborgenen Chancen stecken doch ungenutzt in städtischen Flächen!
Nicht jede Blütenpflanze bietet Nektar und Pollen für Insekten.
Da sind es gerade die nektarreichen Wildblumen, die Hummeln und Schmetterlinge anlocken. Das wenige Bunt, was in öffentlichen Flächen sichtbar ist, besteht aber oft aus gärtnerisch gestalteten Blumenbeeten, die mehrmals im Jahr erneuert werden. Diese Pflanzungen sind in der Regel für unser heimische Tierwelt nutzlos und dazu arbeits- und kostenintensiv. Dabei könnten öffentliche Flächen so gestaltet werden, dass sie für Mensch und Tier attraktiv sind. Und schon mit geringen Veränderungen können Grünanlagen, Straßenränder, Böschungen, Parks und Parkplätze so gestaltet werden, das sie gleichzeitig für uns funktionell und auch Lebensraum für Insekten sind.
Vor allem die Mähtechnik, der Schnittzeitpunkt und die Schnitthäufigkeit bestimmen das Angebot für Bienen und Schmetterlinge maßgeblich. Beim der Mulchmahd liegen nach dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrehein-Westfalen die Verlustrate der Kleintiere zwischen 50 u. 100%.
Wichtig ist auch die Winterruhe! Blühstreifen bitte einfach belassen, denn der Winter ist die Zeit, in der Insektenlarven in den Stängeln der Pflanzen überwintern. Auch wenn das fürs menschliche Auge vielleicht nicht so hübsch aussieht, die Tiere, die sich im Sommer dort eingefunden haben, sind darauf angewiesen.
